Mittwoch, 16. September 2015

Kraftlose Meldung mittendrin

Ich möchte mich mal wieder melden, auch wenn ich nichts wirklich Dolles, Aufregendes oder Neues zu erzählen habe.
Zur Zeit habe ich das Gefühl vom Leben überrollt zu werden. Ich bin mit so vielen verschiedenen Dingen beschäftigt, dass das Thema Abnehmen/Essen/Bewegung leider wieder mal ziemlich in den Hintergrund rückt. Demzufolge wundere ich mich nicht darüber wieder bei 105 kg zu stehen. Also 5 kg zugenommen seit Jahresbeginn. :-(
Immer wieder erlebe ich den Moment an dem der sogenannte emotionale Hunger zuschlägt.
Aktuelles Beispiel: ein mir nahestehender Mensch zeigte eine Seite von sich die ich bisher nicht kannte. Eine Seite die ich häßlich und widerwärtig finde. Die zu entdecken mich sehr sehr enttäuscht hat. Sofort fand ich mich in der Küche wieder und war kurz davor zu allem Süßen zu greifen was sich so findet. Das einzig Gute war, dass ich genau erkannte was in meinem Kopf vorgeht. So blieb es bei einem Keksriegel und Gemüse mit Spiegelei.
Ich schaffe es aber nicht immer. Noch viel zu oft verliere ich mich wieder in alte Muster.

In mir wächst das Verlangen mich von der Außenwelt abzuschotten, nix mehr hören, lesen, sehen. Keine Nachrichten, kein social media...  Nur noch um meine eigene kleine Familie und mich selbst kümmern. Das wäre schön.

Kommentare:

  1. Das liest sich nicht gut!
    Jetzt möchte ich dich was fragen: Was haben wir in Zeiten ohne Blogs und FB, Sms usw. gemacht? Wir haben uns um unsere Familie, unsere Hobbys und unsere "wahren" Freunde gekümmert! Zeitweise finde ich es auch sehr belastbar immer und überall erreichbar zu sein, deswegen schalte ich mein Handy ganz oft aus, was mir nicht gelingt ist es nicht in FB oder diversen Blogs zu lesen. Irgendwie bleibt ich immer daran hängen .......aber ich arbeite dran. Wie heisst es neudeutsch Lass uns eine Challenge starten! Weniger Socialmedia - mehr Reallife! oder so ähnlich. Ich drücke dir die Daumen das du deine "Mitte" widerfindest. Lieben Gruß Patricia

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    1. Vielen Dank, liebe Patricia.
      Zu deiner Frage: ich weiß es einfach nicht mehr. :-( An diese Zeiten kann ich mich kaum noch erinnern...

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  2. Liebe Hendrikje, das ist genau das, was ich seit rund zwei Wochen vollziehe - und ich kann Dir dazu nur raten. Mir selber tut diese Form der "Auszeit" gerade wirklich richtig gut, und auch von meinen Lieblingsblogs lese ich derzeit nicht alles. Zwar habe ich mich nicht vollständig "eingemottet", aber doch genug, um meiner Seele wieder ausreichend Gutes zu tun.
    Für das Private kann ich Dir nur ganz herzlich alles Gute wünschen..

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    1. Vielen Dank, liebe Helma.
      Deine Methode klingt sehr gut und machbar. Vermutlich brauche auch ich genau das. Weniger Infos und Eindrücke sind manchmal nicht das verkehrteste.

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  3. oh weh, das kenne ich. Die 5 Kilo hab ich auch. Seufz.

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    1. Na, da geht es mir wenigstens nicht allein so. ;-)
      Alles Gute für dich und toi toi toi.

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  4. In solchen Phasen hilft mir das Wissen, dass ich solche Erlebnisse und Zeiten mit Essen kompensieren kann. Das klingt evtl. absurd, aber denk immer dran: "Du kannst Dich da durchbeißen!" Dich wird das nicht umhauen, sondern eben einfach "stärker" machen. Und wenn Du das durchgestanden hast und dennoch auf den Beinen geblieben und für Deine Familie da warst, dann ist das zusätzliche Körperfett eben der Preis dafür und das wirst Du irgendwann wieder los. Wichtig ist: Dich haut so etwas nicht um! Ich finde es sehr beruhigend, dass ich das Mittel "Stressessen" habe - aber ich arbeite sehr daran, es nicht über Gebühr zu benutzen :) Es lohnt, den Freundeskreis zu entrümpeln. Menschen, die Dir wiederholt nicht gut tun, gehören verabschiedet. Das können nette Menschen sein - einziges Kriterium ist: tun sie mir gut?! Oder treiben sie mich ins Stressessen?!

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    1. Hm, ich weiß nicht ob ich das Frustessen wirklich als gutes Mittel sehen kann, schwere Zeiten durchzustehen. Mich bringt es jedes mal von Neuem in den Teufelskreis: Frust - essen - schlechtes Gewissen - noch mehr Frust...

      Freundeskreis entrümpeln - jo. Gilt das auch für Familie? Leider sieht es da (zumindest bei mir) ungleich schwieriger aus.

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    2. Seit ich es als Fähigkeit sehe, fällt immerhin die Scham und das damit verbundene Frustessen ob meines Versagens weg :)
      Und ich achte eben darauf, die Situationen abzubauen, die den Fressreflex auslösen. Mir hilft diese Sichtweise sehr.

      Ich verdanke sie meiner (nicht leiblichen) Schwester, die bei Stress nicht essen kann und schnell(er) zusammenklappt. Sie äußerte einmal, dass sie neidisch auf meine Fähigkeit sei.
      Glaub mir, das fand ich auch erst absurd, aber nachdem ich sie dann einmal "vom Boden kratzte", ging mir auf, wie Recht sie damit hat.

      Und ja, es gilt auch für die Familie. Kein albernes "nie mehr mit XY reden" und damit allen und auch sich selbst das Leben schwer machen, aber für sich selbst klar ausformulieren, dass man jemanden nicht mag oder dass jemand ungerechte Forderungen an einen stellt.
      Es tut gut, wenn man zB begreift, dass die eigene Mutter einfach kein netter Mensch ist und leider auch zu keinerlei Muttergefühlen fähig ist.
      Vorher zernagte mich immer: was bist du nur für ein Mensch, dass du deine eigene Mutter nicht magst?!
      Aber nun kümmer ich mich und weiß: verdient hat sie meine Unterstützung eigentlich nicht, aber ich bin eben ein Mensch mit Pflichtgefühl.
      Und wenn sie dann ihre Bemerkungen über mich und meine Kinder macht, prallen die an mir ab und vertiefen meine Meinung über sie.
      Aber Du hast völlig Recht:
      Familie ist immer schwieriger.
      Mir hat eine Therapeutin ungemein geholfen meinen neuen Blickwinkel zu finden.

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  5. .. dann höre unbedingt auf dich und nimm dir die Auszeit.

    Liebe Grüsse
    Susanne

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  6. Hallo,
    ich habe eben deine Seite entdeckt, und ich kann nur sagen, Hammer, was du schon geschafft hast. Davor ziehe ich echt den Hut.
    Ich denke, das Krisen (egal welcher Art) bei jedem einmal vorkommen, aber wichtig ist, sich davon nicht unterkriegen zu lassen und sein Ziel im Auge zu behalten. Meist fühlt man sich sonst noch schlechter.
    Ich selbst hatte die letzten 2 Wochen einen schweren Durchhänger und bin froh jetzt wieder gerade davor zu sein mit meiner Ernährung.
    Ganz liebe Grüße Simone

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Vielen Dank für deinen Kommentar. :-)