Mittwoch, 29. April 2015

Einfach nur glücklich

Fehlen jemandem heute die Glückshormone?
Das muß so sein, denn ich habe heute scheinbar die doppelte Portion davon abbekommen. Oder die dreifache. Auf jeden Fall so viele, dass sich alles in mir dreht.

Ich war vorhin wieder laufen. Also walken mit ein wenig Lauftraining, was ich seit 10 Tagen mache.
Das Wetter ist nach dem gestrigen Regen wieder sehr schön, kühl aber herrlich sonnig, so wie ich es liebe.
Ich weiß nicht genau warum, aber in mir stiegen solche enormen Glücksgefühle hoch, eine wahnsinnige, umfassende Zufriedenheit wie ich es selten (oder noch nie?) in meinem Leben gespürt habe.
War es das Wetter?
Die Musik im Ohr?
Die klare Luft?
Der Duft nach Frühling?
Der Anblick des frischen Grüns?
Die Tatsache, dass ich plötzlich wirklich gern laufen geh? ICH? Die Dicke?

Ich fühlte mich so richtig zufrieden mit mir selbst und meinem Körper. Das Gefühl, nein die Gewissheit "Alles wird gut" war plötzlich da. Einfach so.
Mir war nach Tanzen, Hüpfen, Springen. Ich bekam einen wippenden Gang zur Musik, spürte wie ich aufrechter ging als sonst.  Kilometer um Kilometer. Am Ende zeigte meine App 11,5 an. Am liebsten wäre ich noch weiter gegangen, aber der Hunger und andere Bedürfnisse trieben mich heim.
Während der ganzen großen Runde ist mir nur ein einziger anderer Mensch begegnet. Ist das nicht Wahnsinn?

Ich habe meine Umgebung von ganzem Herzen genossen, alles war so wunderschön, der Wald, die Rapsfelder, der Bach, die blühenden Bäume... Dabei ist unsere Gegend hier nun nicht grad spektakulär. Schnöde Leipziger Tieflandsbucht. Aber es ist meine Heimat, sie tut mir gut. Das habe ich intensiv gespürt.



Mir wurde klar, dass ich mir früher immer das Falsche gewünscht habe. Mein größter Wunsch war immer "Ich möchte irgendwann abnehmen".  Ich war felsenfest der Überzeugung wenn ich dann mal schlank bin, bin ich glücklich. Dann geht es mir gut.
Nein.
Was ich mir schon immer hätte wünschen sollen: "Ich möchte glücklich sein. Glücklich und zufrieden mit mir selbst."

Freitag, 24. April 2015

Den Fokus ändern

Hallo meine lieben Leser :-)

auch wenn ich mich rar mache ... ab und an muss doch mal etwas raus und will hier festgehalten werden.
Ich hänge immer noch auf meinem 100er Plateau fest, aber ich kann sagen:  ja doch, es geht mir dennoch gut. Irgendwie findet bei mir im Moment wohl ein Umdenken statt, so mein Gefühl.
Ich merke wie ich mich nicht mehr so auf meine Ernährung fokussiere. Das habe ich so viele Monate lang gemacht, teilweise verzweifelte ich wirklich fast daran, dass mein Gewicht sich nicht nennenswert von der 100 wegbewegen will (nach unten, versteht sich). Mir ist klar geworden, dass die Ernährung jetzt nicht mehr der Punkt ist, an dem ich schrauben muß und auch nicht mehr will.

Ich habe sehr viel nachgedacht, recherchiert, in mich reingehorcht. Mittlerweile bin ich davon überzeugt dass die Psyche eine viel größere Rolle beim Abnehmen spielt als ich bisher geglaubt habe. Vermutlich ist mein Körper jetzt an einem Punkt, an dem er sich entweder einfach nur wohl fühlt oder aus irgendeinem Grund nicht mehr Kilos hergeben will.  Das möchte ich herausfinden. Dafür habe ich mir ein Buch besorgt, welches mir für mich absolut passend erscheint.  (Es heisst "Mein Ich-Gewicht: Wie das Unbewusste hilft, das richtige Gewicht zu finden", von Maja Storch.)
Was ich bisher im Netz darüber gelesen habe hat mich sehr neugierig gemacht.  Sobald ich es durchgearbeitet habe, werde ich hier natürlich berichten. 

Natürlich geh ich weiterhin einmal pro Woche auf die Waage, nicht dass ich unbemerkt wieder massiv zunehme. 
Außerdem ist meine Lust auf Sport tatsächlich wieder erwacht (dank an den Frühling) und ich habe anhand eines richtigen Laufplans für Dicke wieder mit dem Laufen begonnen. Es tut mir unendlich gut... 



Montag, 13. April 2015

Ein freundlicher Gruß :-)

Ja, ich lebe noch und nein, mir geht es gar nicht so schlecht. ;-)

Zur Zeit befinde ich mich in einem recht angenehmen Modus, der sich ziemlich entspannt anfühlt.
Ich habe es geschafft mich von der Verbissenheit zu lösen, jetzt unbedingt weiter in dem Tempo des letzten Jahres abnehmen zu wollen.
Seit drei Wochen steige ich tatsächlich nicht mehr täglich auf die Waage sondern nur noch mittwochs. Anfangs war es schwierig, oft musste ich mich morgens regelrecht zwingen die Waage NICHT unterm Schrank vorzuziehen. Mittlerweile fällt es mir leicht.
Die ganze Entspannung hat mich dazu gebracht, über Ostern mehr zu essen als ich sollte, inklusive reichlich Süßem. Aber wisst ihr was? Ich habe es genossen!
An dem Mittwoch nach Ostern - wie schon erwähnt Wiegetag - stieg ich mit dem Gedanken "sei stark, es sind jetzt sicher mind. 101 bis 102kg zu sehen" auf das teure Stück. War also gewappnet.
Staunte deshalb umso mehr, als mich 98,6 kg anblinkten.
Ich habe also über Ostern trotz gutem Essen und kaum Bewegung (bedingt durch fehlende Lust eine Erkältung) knappe 1,5kg abgenommen. Auf den Wert übermorgen bin ich extrem gespannt. An eine weitere Abnahme glaube ich nicht, konnte ich mich doch noch nicht wieder zu mehr Bewegung aufraffen.  Das ist das Einzige was mich momentan an mir selbst ärgert. Der innere Schweinehund ist aber auch ein fieses Haustier.

Mein Essen sieht ebenfalls ziemlich entspannt aus, morgens nach wie vor Müsli und an den Wochenenden Vollkornbrötchen mit allem möglichen drauf, mittags mal mit mal ohne Kohlenhydrate,  abends vorwiegend ohne. Ausnahmen gibt es immer wieder, ich habe aufgehört mir darüber einen Kopf zu machen.

Ende März war wieder meine vierteljährliche Blutzuckerkontrolle dran. Mit dem Wert von 5,5% kann ich absolut zufrieden sein. Ich konnte auf die niedrigste Dosierung meiner Tabletten umsteigen, wenn der nächste Langzeitzuckerwert wieder so niedrig ist, darf ich es vielleicht sogar ohne Medis versuchen. Das wäre echt der Hammer, wenn man bedenkt dass ich vor 1,5 Jahren sogar Insulin spritzen musste. :-)


Ich schicke liebe Frühlingsgrüße in die Runde :-)