Dienstag, 24. November 2015

Viele Gedanken im Kopf

Mit einem unendlich schlechten Gewissen euch Lesern gegenüber melde ich mich mal wieder aus der Versenkung.
Ja, ich lebe noch, mir geht es gar nicht mal so schlecht, nur an der Kilofront gibt es nichts nennenswertes zu berichten. Seit ein paar Wochen hat sich mein Gewicht um die 107 kg eingependelt, also weit entfernt von den knapp unter 100 von vor ziemlich  genau einem Jahr.
Ich könnte dran verzweifeln, aber dazu hab ich momentan keine Zeit. Zum Glück bin ich mit vielen anderen Dingen beschäftigt, so dass mir keine Zeit zum Selbstmitleid, Frust und Wut auf mich selbst bleibt.
Dennoch muss ich jeden Tag aufs Neue auf meine Ernährung schauen damit ich jetzt wenigstens nicht noch mehr zulege. Halten ist zur Zeit mein Ziel. Zu mehr fehlt mir die Energie. Oder der Willen. Bin mir nicht ganz sicher. 
So ganz weg bin ich von dem Thema gedanklich natürlich nicht. Mit meiner Psy.therapeutin  spreche ich bei jedem Termin drüber weil ich immer noch den Gründen für mein Übergewicht bzw. mein gestörtes Essverhalten auf der Spur bin.  Meine neueste Erkenntnis hat mich selbst sehr überrascht. Oft esse ich ja wie durch Zwang wenn ich Wut, Frust, Kummer verarbeiten muß. Das Essen ist eine Art Selbstbestrafung. Klingt blöd, ist für mich aber logisch. Wenn ich zur Keksdose greife weiß ich ja eigentlich ganz genau dass ich mich hinterher schlecht fühle, sauer auf mich bin, weiteres Zunehmen (und damit wieder mehr Kummer) in Kauf nehme. Mein Frustessen schadet ja nur mir selber, nicht demjenigen mit dem ich vorher Zoff hatte. Bekloppt, oder?
Über diese Dinge muss ich weiter nachdenken, da kommt noch einiges zusammen, glaube ich.

Dass ich an einem neuen Punkt meines Abnehmweges angekommen bin erkenne ich auch daran, dass ich jetzt beschlossen habe wieder Kleidung für mich zu nähen. Das habe ich ja die letzten Jahre vermieden - erst weil es für Größe 56 kaum schöne Schnittmuster gibt und es mir einfach keine Spaß gemacht hat so große Teile zu nähen, später weil ich dachte ich trage die aktuelle Größe ja nicht lange weil ich weiter abnehme.
Nun stehe ich schon seit einem Jahr bei der 48 (zur Zeit Tendenz zur 50) - ich akzeptiere das jetzt einfach für mich und mache mir die Kleidung die mir vorschwebt selbst. Ich hatte hier ja schon von der Verwirklichung meines kleinen großen Traumes erzählt. Jetzt ist es endlich soweit und mein Nähzimmer ist so gut wie fertig. Ich bin grade am Einräumen. Endlich habe ich einen richtig großen Zuschneidetisch, der das Zuschneiden und damit Nähen von großer Kleidung natürlich viel einfacher macht. Meine Familie wird auch nicht zu kurz kommen, Weihnachten steht schließlich vor der Tür. :-D

Alles in allem fühle ich mich gut.
Mein Italienischkurs macht mir auch noch Spaß - was will ich mehr.

Nichtsdestotrotz hoffe ich dass ich in absehbarer Zeit auch wieder Gewichtsverlust vermelden kann.

Ich grüße euch alle und wünsche euch eine wundervolle Vorweihnachtszeit. 



Mittwoch, 16. September 2015

Kraftlose Meldung mittendrin

Ich möchte mich mal wieder melden, auch wenn ich nichts wirklich Dolles, Aufregendes oder Neues zu erzählen habe.
Zur Zeit habe ich das Gefühl vom Leben überrollt zu werden. Ich bin mit so vielen verschiedenen Dingen beschäftigt, dass das Thema Abnehmen/Essen/Bewegung leider wieder mal ziemlich in den Hintergrund rückt. Demzufolge wundere ich mich nicht darüber wieder bei 105 kg zu stehen. Also 5 kg zugenommen seit Jahresbeginn. :-(
Immer wieder erlebe ich den Moment an dem der sogenannte emotionale Hunger zuschlägt.
Aktuelles Beispiel: ein mir nahestehender Mensch zeigte eine Seite von sich die ich bisher nicht kannte. Eine Seite die ich häßlich und widerwärtig finde. Die zu entdecken mich sehr sehr enttäuscht hat. Sofort fand ich mich in der Küche wieder und war kurz davor zu allem Süßen zu greifen was sich so findet. Das einzig Gute war, dass ich genau erkannte was in meinem Kopf vorgeht. So blieb es bei einem Keksriegel und Gemüse mit Spiegelei.
Ich schaffe es aber nicht immer. Noch viel zu oft verliere ich mich wieder in alte Muster.

In mir wächst das Verlangen mich von der Außenwelt abzuschotten, nix mehr hören, lesen, sehen. Keine Nachrichten, kein social media...  Nur noch um meine eigene kleine Familie und mich selbst kümmern. Das wäre schön.

Dienstag, 1. September 2015

Willkommen September :-)

Ich mag den September.
Nicht nur weil da zufällig mein Geburtstag ist.
Der heiße Sommer ist hoffentlich endlich vorüber, man kann nachts wieder durchatmen, darf wieder längere Sachen anziehen und an manchen Tagen riecht es schon nach Herbst. Ich liebe diesen Geruch und freue mich auf bunte Wälder, Morgennebel und die Weihnachtswunschzettel meiner Kinder. :-)

Meine Gemütslage: Zwischen entspannt, verzweifelt und grenzenlos freudig erregt.

Entspannt - weil sich einige wichtige Dinge in meinem Leben zurechtgeruckelt haben.

Verzweifelt - aktuelles Gewicht heute morgen 105 kg. Es tut sich einfach nichts mehr nach unten. Ich muß wohl meine Ernährung neu überdenken. Bzw. endlich wieder mit dem Laufen beginnen, was mir jetzt bei kühleren Morgentemperaturen  hoffentlich wieder leichter fallen wird, als im Sommer.

(Vor-)Freude: Da gibt es zwei Dinge. Zum einen bekomme ich endlich meine herbeigesehnte, lang gewünschte Nähwerkstatt. Ich glaube über dieses Thema habe ich hier noch nie geschrieben, oder? Ich wollte ja eigentlich dass es ein reiner Abnehmblog ist, aber wenn sich so lange nichts an der Kilofront tut, erzähle ich halt anderes.
Anfang 2011 besorgte ich mir einen Gewerbeschein, um genähte Dinge verkaufen zu dürfen. Das habe ich mangels Alternativen vom Wohnzimmer aus getan. Leider entwickelte sich dadurch einen enormes Chaos, welches ich irgendwann 2014 nicht mehr ertragen konnte. Dazu kam noch dass ich psychisch ziemlich am Limit war, da ich nebenher noch meine demenzkranke Mutter, mit der wir gemeinsam im Haus lebten, gepflegt habe.  Ich schloss mit der Näherei erstmal ab.
Im Herbst letzten Jahres kam ich an den Punkt, an dem ich einfach nicht mehr konnte und meine Mutter in ein Pflegeheim geben musste. Die Entscheidung fiel mir sehr sehr schwer. Ich hätte vermutlich diese Entscheidung noch weiter verschoben wenn nicht nun noch meine  Tochter unter der Situation gelitten hätte. Lange hab ich das nicht wahrgenommen, bis es mir wie Schuppen von den Augen fiel. Heut seh ich das alles viel klarer.
Jedenfalls zog meine Mutter aus und ich brach erstmal völlig ein. Das war eine unerträgliche Situation, ich wußte nicht wie ich das wegstecken sollte. Zum Glück habe ich recht schnell in der Nähe eine gute Psychologin gefunden. Mit ihr arbeite ich nicht nur das Thema Eltern und Geschwister ab sondern natürlich auch meine Gewichtssorgen.
Ähm, wie komm ich jetzt eigentlich  zum Thema Freude zurück? *lach*
Ich versuch mal mich kurz zu fassen: Meine Kreativität und Freude am Handwerk ging komplett flöten als es mir mental nicht gut ging.
Jetzt kommt die Lust aber zurück. Kurzzeitig dachte ich daran, den Gewerbeschein ganz aufzugeben und alle Stoffe zu verscherbeln. Aber als ich mit meiner Psychologin darüber sprach, über das Nähen an sich, merkte ich selber wieviel Freude und Energie plötzlich in mir hoch stiegen, nur beim Gedanken daran. Sie merkte das auch und grinste mich nur an.
Und nun sind wir mit dem Ausmisten und Sortieren und Umräumen in unserem Haus soweit, dass ein Raum für mich und meine Leidenschaft hergerichtet werden kann. Mein Mann tut sein Bestes nach Feierabend. Unser Haus ist ca. 100 Jahre alt und teils liegen noch hornalte Stromleitungen etc. Die erneuert er nun Stück für Stück, Heizkörper werden ausgetauscht etc.pp.
Mein Part ist die Planung der Möbel und die Farbgebung. Und ich sag euch - ich liebe es bunt. :-D
Ich freu mir wirklich ein Loch in den Bauch wenn ich an das Einrichten und Loslegen denke.  Da rückt die Enttäuschung über den ewigen Gewichtsstillstand fast in den Hintergrund.

Ach und die andere Vorfreude betrifft die Urlaubsplanung. Wir sind ja eigentlich eingefleischte Ostsee- bzw. Nordseeurlauber.
Interessanterweise erwachte in diesem Sommer in mir der dringende Wunsch, einmal nach Italien fahren zu wollen. Keine Ahnung wo der her kam, bisher hatte ich null Ambitionen in dieser Hinsicht. Jedenfalls habe ich meine Kinder und meinen Mann angesteckt und wir planen schon eifrig. Ende September beginnt mein Italienisch-Kurs an der VHS.

Das sind alles so viele tolle neue Dinge.... *glücklichseufz*

Herrje, das war nun aber wirklich verdammt viel. Ganz schön viel Privates von mir. Daran, dass ich das Meiste noch nie hier erwähnt habe merkt ihr sicher, dass ich ein wenig Überwindung brauchte. Aber ich denke jetzt, das sind so wichtige Dinge in meinem Leben, die beeinflussen sicher auch meine Gewichtsthematik. Nur wie genau, muß ich noch herausfinden.

Jetzt geh ich weiter an einem alten Schränkchen arbeiten, das will ich mir neu herrichten.

Dienstag, 25. August 2015

Sommer, Sonne .... Grübelzeit

Meine lieben Leser,

Asche auf mein Haupt. :-(
Ich weiß, ich habe mich viel zu lang nicht zu Wort gemeldet. So ziemlich genau die ganzen Schulferien lang.  Es ist einfach so, dass ich nicht schreiben kann wenn ich nicht allein bin. Natürlich kleben meine Kinder nicht die ganze Zeit an mir, sie machen durchaus auch ihr Ding, aber allein das Gefühl ständig auf Abruf zu stehen blockiert mein Hirn irgendwie. Und für einen vernünftigen Blogbeitrag brauche ich einfach meine Ruhe.
Nun hat die Schule wieder begonnen und somit mein Alltag. Hurra.

Hach, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Bzw. wie ich was erzähle.
Da das hier ja immer noch ein Abnehmblog ist, interessiert euch vermutlich mein Gewicht am meisten.

*möööp*

Immer noch die alte Leier. Es passiert einfach nix mehr. Jedenfalls nicht nach unten. Ich fahre Achterbahn - 3kg rauf, 3 runter. So ungefähr. 
Allerdings ist das nicht verwunderlich. Ich habe so ziemlich alles schleifen lassen. Laufen war ich die ganzen Ferien über nicht. Vom Essen wollen wir nicht reden.
Ich muß mir selber nun mehrere A...tritte geben um wieder in die Spur zu kommen.

Dennoch: es ärgert  und beschäftigt mich längst nicht so, wie man meinen könnte und wie es noch vor ein paar Monaten der Fall war.
Das liegt wohl daran, dass ich in einer inneren Umbauphase stecke. So möchte ich das beschreiben.
Eigentlich wollte ich hier ausschließlich über meinen Abnehmweg schreiben. Da ich aber nun endlich verstanden habe, dass Gewicht verlieren bzw. zunehmen verdammt viel mit der Seele, dem Kopf, zu tun hat, gehören auch andere Dinge hier her. Psychogequatsche halt. *lach*

Keine Angst, ich werde euch jetzt nicht meine komplette Lebensgeschichte in allen Einzelheiten kund tun.

Jedenfalls weiß ich selber noch nicht so genau wie das alles weitergeht.
Ich lerne gerade, meine Bedürfnisse zu erkennen und auch durchzusetzen. Mal nein zu sagen. Gelegenheiten hab ich genug. Die nächste steht vor der Tür. Der Schwiegerfamilie zu verklickern, dass man deren geplanten einwöchigen Besuch lieber zu einem späteren Zeitpunkt genießen möchte. *räusper* Wenn das kein gutes Training ist. Ich sag euch, das ist wie eine Prüfung, die ich vor mir habe. Das blöde Gefühl im Bauch ist vergleichbar.

So, für heute soll es das erst mal sein. Ich verspreche hoch und heilig, dass es keine 6 Wochen zum nächsten Lebenszeichen dauern wird. ;-)



Dienstag, 7. Juli 2015

Einfach mal mit dem Erreichten zufrieden sein?

Hallo, ihr lieben Leser :-)

heute muß ich mal meine Gedanken zum Thema "Gewichtsstillstand" sortieren und aufschreiben.
Ich trete ja nun schon seit ca. 7 bis 8 Monaten auf der Stelle. Was das Abnehmen betrifft. Bei knapp über 100 steh ich und komm nicht weiter.
Wie oft mich das geärgert hat, kann man im Blog eigentlich gut nachlesen.
Ich habe eine Zeit lang aufs häufige Wiegen verzichtet, habe eine Weile Ernährungstagebuch geführt, mal tagelang gegessen wie früher, um "den Stoffwechsel" anzukurbeln, mal mehr mal wieder weniger Low Carb gegessen, habe begonnen regelmäßig zu laufen.... mit null Erfolg. Dachte ich bis vor kurzem.

Jetzt wird mir aber langsam klar, dass ich die Sache auch anders betrachten kann.
Ich habe immerhin schon 40 Kilo bzw. 4 Kleidergrößen abgehakt. Mich äußerlich doch sehr zum Positiven verändert, meine Kondition ernorm verbessert und was am Allerwichtigsten ist: so etwas wie Selbstbewusstsein ist zum Vorschein gekommen. Ich weiß nicht ob ich überhaupt jemals welches besessen habe, wenn ja, war es ganz ganz tief vergraben.
Hey, ich trage mittlerweile ärmellose Tops - wenn das nichts heißt. *lach*
Fürs Freibad reicht es zwar noch nicht ganz, aber vielleicht komm ich da auch noch hin.

Dieses neue Gefühl genieße ich sehr. Es fühlt sich an wie ein Stück unbekannte Freiheit.
Ich will mehr davon, bin noch nicht am Ziel. Aber nicht mehr so verbissen und uuunbedingt. Eine wirklich gute Figur werde ich eh nie bekommen. Dafür habe ich meinen Körper schon zu lange vernachlässigt. Aber mit diesem Gedanken kann ich gut leben, es ist ok.
Wenn ich jetzt so bleiben würde - auch gut. Ich fühle mich um Welten besser als noch vor zwei Jahren, bin viel fitter, gesünder. Das allein ist so viel wert. Ich wäre doch wirklich sehr blöd wenn ich mich selber fertig machen würden weil das Gewicht nicht noch weiter und weiter und weiter sinkt.

Einfach mal zufrieden sein. 

Ausnahmsweise zeige ich heute ein Bild mit meiner Tochter (aber auch nur dank der riesigen Sonnenbrille ;-)

Chillen und Eiskaffee schlürfen



(Der Partnerlook ist beabsichtigt aber nur aus Spaß und fürs Foto. Auf die Straße gehen wir so nicht gemeinsam.)

Freitag, 26. Juni 2015

Laufen nach Plan - zweiter Monat

Oh man, ich komme zur Zeit kaum zu etwas, geschweige denn zum bloggen. :-(
Aber fürs Laufen bleibt dennoch Zeit und das muss hier festgehalten werden.

Den zweiten Teil meines 8-Wochen-Trainingsplanes hab ich hinter mir. Das Ziel - ein 30minütiger langsamer Dauerlauf - habe ich erreicht. Dabei habe ich erst einen einzigen Trainingstag ausgelassen, da ließen mich Schietwetter und leichte Rückenschmerzen einknicken.

Vom 21.5. bis 20.6.15 bin ich insgesamt 55,2 km in ca. 8h gegangen/gelaufen. Davon entfielen 5,7 Stunden auf reines Laufen.
Im Vergleich zum ersten Monat bin habe ich zwar weniger Kilometer unterwegs gewesen aber mehr gelaufen als gegangen.

Nun habe ich mir ein neues Ziel gesetzt damit es mir nicht langweilig wird. Ich möchte 5km in 40min laufen. Dazu habe ich mir selbst folgenden Trainingsplan überlegt: 2 mal pro Woche laufe ich einfach nur 30min, einmal lege ich immer ein paar Minuten drauf, bis ich bei den 5km bin.
Momentan schaffe ich in 30min ca. 3,7km. Muss also noch einiges draufpacken. Nun ja. Habe ja alle Zeit der Welt.

 

Montag, 8. Juni 2015

Mein altes neues Gesicht

Zu meinen richtig dicken Zeiten habe ich bei jedem Foto von mir gedacht "das bin doch nicht ich". Mit dem Anblick konnte ich mich einfach nicht identifizieren. Ich fands furchtbar und hatte erst recht keine Lust dieses Mondgesicht auch noch zu schminken.

Vor ein paar Tagen sind neue Bilder entstanden, eins davon hab ich mit einem alten verglichen. Und auch wenn ich noch längst nicht bei meinem Wunschgewicht angekommen bin, habe ich endlich wieder das Gefühl "ja, das bin ich" wenn ich in den Spiegel schaue.
Gerade so ein direkter Fotovergleich gibt mir ein richtig gutes Gefühl.

 Man soll sich ab und an ja auch mal selber loben, das muss ich aber noch üben.